Umgang mit Wildtieren

 

Wildtiere dürfen nur bei eindeutiger Verletzung oder Krankheit aus der Wildnis entnommen werden. In diesem Fall sollte sich an die Jagd- oder Naturschutzbehörde oder auch anerkannte Auffang- und Pflegestationen für Wildtiere gewendet werden (URL 1).

Tiere können immer eine Infektionsquelle darstellen und sollten nicht ohne Handschuhe angefasst werden. Bei Hilfsversuchen sollte auch beachtet werden, dass das Tier ein Näherkommen als Bedrohung auffassen kann (URL 2).

 

Städtisches Leben verändert das Verhalten von Tieren nachweislich.

Wildtiere, die in Städten vorkommen (zum Beispiel Wildschweine (Sus scrofa)), neigen zu geringeren Fluchtdistanzen als Tiere in siedlungsfernen Lebensräumen (Der Senatur für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa, 2010). 

 

Füttere Wildtiere nicht. Bundesweit steht auf die Fütterung von Wildtieren ein Bußgeld aus (URL 3). Doch abgesehen davon, haben viele Wildtiere einen schnellen Lernprozess. Werden Wildschwein, Waschbär (Procyon lotor) und Co. gefüttert, so verbinden sie den Menschen im Allgemeinen bald mit einer einfachen Nahrungsquelle. Dies kann zu Problemen führen, wenn Wildtiere gezielt auf Menschen zugehen, selbst wenn diese nie an einer Fütterung beteiligt waren. Wildtiere, die Menschen zu sehr bedrängen, müssen meist von Jägern erlegt werden (URL 2).

 

 Autorin: Corinna Steffensen, 08.01.2019

 

 


 

Der Senator für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa (Hrsg.) (2010): Bericht zur Lage der Natur in Bremen.

 

URL 1: https://www.tknds.de/cms_tknds/media/archive1/infobroschueren/fundtiere_hinweise_nds.pdf [07.01.2019]

 

URL 2: https://www.tieraerztekammer-berlin.de/images/Wildtiere_HTP_2011/wildtiere_einzeln.pdf [07.01.2019]

 

URL 3: https://www.bussgeldkatalog.org/wildtiere-fuettern/ [07.01.2019]