Waschbärspulwurm

 

Spulwürmer, auch Nematoden genannt, finden sich in fast allen aquatischen Lebensräumen, im Boden, in Pflanzen und auch in Körperflüssigkeiten und Geweben von Tieren. Sie ernähren sich von Nährstoffen, die sie aus ihrer Umgebung ziehen oder parasitisch aus ihren Wirten. Eine Infektion mit parasitischen Formen kann durch den Verzicht von rohem oder nicht gänzlich erwärmten Fleisch vermieden werden. (Campbell et al., 2018)

 

Beim Menschen erfolgt die Übertragung des Waschbärspulwurms durch die Aufnahme der Spulwurmeier bei Kontakt mir verseuchten Dächern, Gartengeräten und anderen Oberflächen. Der Kontakt wird durch die an menschliche Nähe angepasste Lebensweise begünstigt. Risikogruppen sind Kleinkinder und junge Menschen. Die Infizierung mit dem Waschbärspulwurm führt zu Hirnhautentzündung (Eosinophile Enzephalitis) oder Autoimmunreaktionen (Michler & Köhnemann 2008, Nefo 2009).

 

Autorinnen: Birte Sänger, 14.02.2018

Corinna Steffensen, 29.12.2018 

 


 

Campbell, N. A., Urry, L. A., Cain, M. L., Wassermann, S. A., Minorsky, P. V., Reece, J. B. (2018): Biology a Global Approach. 11th Edition. Pearson. New York. 1342 pages. 757.

 

Michler, F. U. & Köhnemann, B. A. (2008). Ökologische und ökonomische Bedeutung des Waschbären in Mitteleuropa–Eine Stellungnahme. 

 

Nefo (Hrsg.) (2009). Waschbär (Procyon lotor L.) überträgt Spulwurm. Netzwerk-Forum zur Biodiversitätsforschung Deutschland (Nefo). Faktenblätter zu invasiven Arten.