Fuchsbandwurm

 

Bandwürmer ernähren sich, indem sie Nährstoffe absorbieren, die bei der Verdauung im Wirt freigesetzt werden. Während sie sich mit einem Ende an die Wände des Verdauungsorgans heften, nehmen sie ihre Nahrung über ihre gesamte Körperoberfläche auf.  Je größer ein Bandwurm daher ist, desto größer der Schaden für seinen Wirt. Diese Endoparasiten sind in viele Segmente unterteilt. In den sogenannten Proglottiden befinden sich nach der Befruchtung tausende Eier, die vom Bandwurm gelöst werden und den Wirt mit seinen Ausscheidungen verlassen um weitere Wirte zu infizieren. (Campbell et al., 2018)

 

Menschen infizieren sich meist durch Früchte, mit anhaftenden Fuchsbandwurmeiern, oder bei Kontakt mit toten Füchsen mit dem Fuchsbandwurm. Zudem bieten Haustiere, die sich im Freien aufhalten, ein mögliches Übertragungs-Risiko. Fuchsbandwurmeier sind umweltresistent und können bei extremen Temperaturen überleben. Wird die „alveoläre Echinokokkose“, bei der Infektion mit dem Fuchsbandwurm, nicht behandelt, kann es bei den Patienten zum Tod durch Leberversagen kommen (Eckert & Deplazes 1996, Nefo 2010b). 

 

Autorinnen: Birte Sänger, 14.02.2014

 Corinna Steffensen, 29.12.2018

 


Campbell, N. A., Urry, L. A., Cain, M. L., Wassermann, S. A., Minorsky, P. V., Reece, J. B. (2018): Biology a Global Approach. 11th Edition. Pearson. New York. 1342 pages. 749

 

Eckert, J. & Deplazes, P. (1996). Der gefährliche Fuchsbandwurm. Infodienst Wildbiologie & Oekologie, Zürich. 4 S.

 

Nefo (Hrsg.) (2010b). Bisamratte (Ondatra zibethicus Linnaeus) überträgt Leptospirose. Netzwerk-Forum zur Biodiversitätsforschung Deutschland (Nefo). Faktenblätter zu invasiven Arten.