Leptospirose

 

Leptospirose ist eine zoonotische Erkrankung, die durch die pathogene Spirochäte Leptospira interrogans verursacht wird. Die Infizierung mit Leptospirose erfolgt durch Kontakt mit infizierten Tieren, deren Hinterlassenschaften oder kontaminiertes Wasser (Ruvoen-Clouet et al. 2001). Bereits kleine Wunden oder Kontakt mit Schleimhäuten reichen für eine Infektion aus. Zu Krankheitsbeginn treten Kopf- und Gliederschmerzen, Schüttelfrost, und Grippe mit Fieber auf. Im weiteren Krankheitsverlauf kommt es zu Entzündungen der Augenbindehäute und starken Wadenschmerzen. Bei der besonders gefährlichen Form der Weil-Krankheit werden die Nieren und die Leber von den Bakterien befallen und geschädigt. Die Behandlung erfolgt durch Einnahme von Antibiotika. Die Sterblichkeitsrate liegt bei 2,3 bis 11,3 %. Eine Impfung gegen Leptospirose ist möglich (Bharti et al. 2003, Nefo 2010a).

 

Autorin: Birte Sänger, 14.02.2018

  


Bharti, A. R., Nally, J. E., Ricaldi, J. N., Matthias, M. A., Diaz, M. M., Lovett, M. A., Levett, P. N., Gilman, R. H., Willig, M. R., Gotuzzo, E. & Vinetz, J. M. (2003). Leptospirosis: a zoonotic disease of global importance. The Lancet infectious diseases, 3(12), 757-771.

 

Nefo (Hrsg.) (2010b). Bisamratte (Ondatra zibethicus Linnaeus) überträgt Leptospirose. Netzwerk-Forum zur Biodiversitätsforschung Deutschland (Nefo). Faktenblätter zu invasiven Arten.

 

Ruvoen-Clouet,  M. V. N., Menard, A., Sonrier, C., Fillonneau, C., Rakotovao, F. K., Ganière, J. P. & André-Fontaine, G. (2001). Role of coypu (Myocastor coypus) in the epidemiology of leptospirosis in domestic animals and humans in France. European Journal of Epidemiology, 17, 111-121.