Wissenswertes

 

Säugetiere sind nicht die artenreichste Tiergruppe auf dem Planeten (mehr als 5.300 bekannte Arten), doch bringen sie heutzutage die größten Individuen hervor.

Ob bei Seehund (Phoca vitulina), Reh (Capreolus capreolus), Gelbhalsmaus (Apodemus flavicollis) oder Zwergfledermaus (Pipistrellus pipistrellus) wird der Nachwuchs durch spezielle Milchdrüsen gesäugt. Weitere Merkmale der Säugetiere sind die Behaarung (Fell) und die Fettschicht unter der Haut. Beides zusammen wirkt isolierend und schützt den Körper vor extremer Hitze oder Kälte, je nach Ökosystem (Campbell et al., 2018).

Die oben genannten Arten sind nur vier der 98 Säugetierarten, die in Deutschland vorkommen (URL 1).

 

Säugetiere haben verschiedene Eigenschaften, die sich evolutionär entwickelten und ihnen halfen sich an ihre Umgebung anzupassen. So sind einige in den Tagesstunden, andere in den Dämmerungs- oder Nachtstunden unterwegs, ernähren sich von Pflanzen (Herbivore), von anderen Tieren (Carnivore) oder sind Nahrungsopportunisten und verzehren was ihnen „auf den Tisch kommt“ (Omnivore).

Weniger erfolgreich angepasste Arten müssen dabei den besser angepassten immer wieder weichen, während die Angepassten ihre Chancen nutzen können sich weiter auszubreiten. Der Mensch, selbst zu den Säugetieren gehörend, versucht zunehmends ein Verschwinden von Arten zu verhindern. Dafür werden durch Monitoringprogramme Nachweise erbracht, wie viele Individuen sich in einem bestimmten Areal befinden. Seltene, gefährdete Arten finden sich auf den Roten Listen wieder. In Rechtsgrundlagen der EU und der Bundesrepublik Deutschland wird der Artenschutz und der Schutz ihrer Lebensräume immer präsenter. 

In den Gesetzen werden nicht alle Tiere gleichgestellt. Es wird unterschieden zwischen Arten, die ursprünglich heimisch sind (autochthone Arten) und gebietsfremden Arten. Neubürger, die sich besonders erfolgreich und in kurzer Zeit in einem Areal ausbreiten, werden invasive Arten genannt. Zu ihnen gehören zum Beispiel Waschbären (Procyon lotor) vom Nordamerikanischen Kontinent und die Wanderratten (Rattus norvegicus) von der skandinavischen Halbinsel. Letztere haben die in Deutschland auchtochtone Hausratte (Rattus rattus) fast vollständig verdrängt. (Geiter et al., 2001)

 

Autorin: Corinna Steffensen, 18.12.2018

  


Campbell, N. A., Urry, L. A., Cain, M. L., Wassermann, S. A., Minorsky, P. V., Reece, J. B. (2018): Biology a Global Approach. 11th Edition, Pearson. New York. 1342 pages

 

Geiter, O., Homma, S., Kinzelbach R. (2001): Bestandsaufnahme und Bewertung von Neozoen in Deutschland. Hrsg. Umweltbundesamt. 290 S.

 

URL1 https://www.deutschlands-natur.de/tierarten/saeugetiere/