Erinaceomorpha, Igelartige

 

Die Ordnung Erinaceomorpha wurde bis vor kurzem noch mit den Maulwürfen und Spitzmäusen (heute: Ordnung Soricomorpha) zu den Insektivora gezählt. 

 

Kennzeichnend für die Gattung der Igelartigen sind die größeren Augen und Ohrmuscheln im Vergleich zu anderen insektivoren Ordnungen. Sie leben am Boden, doch können auch ausgezeichnet schwimmen und auch klettern. Ihre Ernährung ist omnivor. Hauptsächlich verspeisen sie jedoch wirbellose Tiere. Als Unterschlupf dienen ihnen natürliche oder selbstgebaute Höhlen und Bauten.
Die Familie Erinaceidae unterteilt sich in zwei Unterfamilien, die sich unter anderem durch ihre Überlebensstrategie unterscheiden.

Die Unterfamilie Galericinae, zu Deutsch Haarigel, ergreifen die Flucht wenn Gefahr droht. Die in Europa vorkommende Unterfamilie Erinaceinae, die auch Stacheligel genannt wird, rollt sich bei Gefahr zu einer stacheligen Kugel zusammen (Westheide & Rieger, 2004). 

 

In Bremen und Umgebung kommt der Braunbrustigel (Erinaceus europaeus) vor.

 

Autorin: Corinna Steffensen, 03.01.2019


Westheide, W., Rieger, R. (2004): Spezielle Zoologie. Teil 2: Wirbel- oder Schädeltiere. Spektrum Akademischer Verlag. Heidelberg. Berlin. 670 S. 522.