Bremen als Lebensraum für Säugetiere

 

Bremen ist reich an diversen Stadtökosystemen. Die Artenvielfalt dieser Stadt ist hoch und sehr viel höher als in intensiv genutzten Agrarflächen mit einer vergleichbaren Größe.

 

Bremens Fauna besteht hauptsächlich aus weit verbreiteten Arten, die keine hohen Ansprüche an ihren Lebensraum stellen (Generalisten). Die Artenvielfalt in der Hansestadt ist dabei aber nicht gleichverteilt. Ihre großen strukturreichen Parkanlagen und extensiv gepflegte Grünlandflächen sowie alte Einfamilienhausquartiere mit durchgrünten Gartenarealen, sind deutlich artenreicher als versiegelte Innenstadtquartiere oder jüngere Neubaugebiete.

Alte Parks in Oberneuland werden wegen einiger sehr alter Solitär -Eichen durch die Flora- Fauna- Habitat Richtlinie der EU geschützt. Solche Eichen stellen eine wichtige Habitatstruktur dar und sind für verschiedene Fledermausarten oder Eremiten (Käfer) essentiell.

 

Das Bremer Umland ist geprägt von großflächig intensiver landwirtschaftlicher Nutzung. Grünlandumbruch, Entwässerung, starke Düngung und andere massive Nutzungsintensivierungen veränderten die natürlichen Strukturen. Naturräume der Stadt Bremen sind zum Beispiel die Wesermarsch (nacheiszeitliches Schwemmland der Weser) oder die Stader Geest (nacheiszeitliche Sandablagerungen).

Am unmittelbaren Stadtrand wurden naturnahe Kulturlandschaften erhalten. Dadurch haben die unverbauten bremischen Flächen an diesen Stellen heute eine hohe Naturschutzbedeutung. Zahlreiche Natur- oder Landschaftsschutzgebiete sind in Bremen ausgewiesen. (Der Senator für Umwelt, Bau Verkehr und Europa, 2010)

 

Autorin: Corinna Steffensen, 15.12.2018 

 

 


Der Senator für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa (Hrsg.) (2010): Bericht zur Lage der Natur in Bremen.