Blockland

 

Das Bremer Blockland ist eine weitreichende (2.934 ha), von Gräben durchzogene Landschaft nördlich von Bremen und ist das größte Landschaftsschutzgebiet (LSG) der Stadt. Auf dem sogenannten Naturraum „Marsch“, dem nacheiszeitlichen Schwemmland, entstanden verschiedene miteinander vernetzte Biotope die heute wichtige Ökosysteme der Region und im ganzen europäischen Raum (NATURA 2000) darstellen (nicht alle Teile stehen unter Schutz). (URL 1) Naturschutzgebiete des Blocklandes sind zum Beispiel die untere Wümme mit 148,5 ha und der Kuhgrabensee mit 32,3 ha Größe (URL 2). 

Nicht nur viele Pflanzen, sondern auch viele Tiere haben sich an diese Flächen angepasst. Die vielen artenreichen Grabensysteme, die das Grünland durchziehen, sind äußerst bedeutend für die Fisch- und Muschelfauna (URL 1). Die semiquatische Wasserspitzmaus (Neomys fodiens) ist eine von den Gräben im Blockland profitierende Säugetierart (Kraft & Weritz, 2008).

 

Seine Gräben, Niedermoorwiesen, Feuchtgrünländer, Röhrichte und Gehölzstrukturen, naturnahe Weiden-Auen-Wälder, die Wümme als naturnaher Niederungsfluss und weitere Biotope, machen das Areal für Flora und Fauna besonders wertvoll und das Blockland besonders schützenswert (URL 1).

 

Autorin: Corinna Steffensen, 05.01.2019

Lage des Blocklandes in der Stadt Bremen (Karte genordet).

Quelle: Interaktive Karten des Niedersächsisches Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz


Kraft, A. & Weritz, S. (2008): Ökosysteme und deren Biodiversität in Graben- Grünlandgebieten von Flussmarschen- Beispielgebiet Westliches Hollerland bremen. Internationaler Studiengang Technische und Angewandte Biologie. Hochschule Bremen University of Applied Sciences. Bremen. 35 S.

 

URL 1: https://www.bauumwelt.bremen.de/umwelt/parks_und_gruenflaechen/parks_und_gruenanlagen-24596 [02.01.2019]

 

URL 2: https://www.bauumwelt.bremen.de/umwelt/natur/naturschutzgebiete-23904 [05.01.2019]