Barberfallen/ Eimerfallen

 

Bekannt ist diese Fangart hauptsächlich aus der Entomologie, der Insektenkunde. Doch auch für Säugetiere, in etwas abgewandelter Form, können Barberfallen für Monitoring nützlich sein.

Das Equipment könnte kaum einfacher sein: ein Eimer wird in ein Bodenloch eingelassen. Seine Kanten sollten dabei auf einer Ebene mit dem Boden verschmelzen und der Bereich um die Falle herum sollte möglichst unangetastet sein, damit der Fang nicht beeinflusst wird (Mühlenberg, 1993).

 

Um gefangene Tiere vor dem Ertrinken zu bewahren bei Regengüssen, wird der Boden mit etwas Struktur ausgelegt, die sich im Notfall zum Hochklettern eignet. Löcher im Eimerboden können Wasser zusätzlich abführen.

Auch ohne Niederschlagsgefahr sollten Strukturen angelegt werden, denn sie vermindern Stress für Tiere. Ebenfalls für die Stressminimierung sollten die Kontrollintervalle der Fallen nicht länger als ein- drei Stunden sein. (Brockmann und Brunken mündl., 2018)

 

Diese Fangart wird für Spitzmäuse verwendet, die auf Nahrungssuche über den Boden laufen. Es werden oftmals Köder in die Barberfallen gelegt, um die Wahrscheinlichkeit eines Fanges zu erhöhen. (Spieß et al., 2005)

 

Autorin: Corinna Steffensen, 02.01.2019


Brockmann, O. Msc Biologe und Freier Mitarbeiter der Ökologis- Umweltanalyse und Landschaftsplanung GmbH in Bremen

 

Brunken, H. Dr. Professor an der Hochschule Bremen University of Applied Science in der Fakultät V. Internationaler Studiengang Technische und Angewandte Biologie

 

Mühlenberg, M. (1993): Freilandökologie. 3. Aufl. Quelle & Meyer Verlag, Heidelberg. Wiesbaden. 512 S.

 

Spieß, H.-J., Abdank, A., Ahrns, C., Berg, D. C., Hacker, F., Keil, F., Klafs, G., Klenke, R., Krappe, M., Kulbe, J., Meitzner, V., Neubert, F., Ulbricht, J., Voigtländer, U., Wachlin, V., Waterstraat, A., Wolf, F., Zettler, M. (2005): Methodenhandbuch für die naturschutzorientierte Umweltbeobachtung. Hrsg. Umweltministerium Mecklenburg- Vorpommern. 206 S.